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Ähnlich anderen großen Wohnungsbauprojekten wie etwa die »Cité
Radieuse« in Marseille, das »Edifício Copan« in São Paolo oder das »Barbican« in London ist das sogenannte »Pallasseum« in Berlin-
Schöneberg ein Ort, dessen architektonische Form und Konzeption dem Zusammenleben der dort lebenden Menschen außergewöhnliche Rahmenbedingungen bietet. In dem in den späten 1970ern von Jürgen
Sawade errichteten Gebäude- komplex, der mitunter als sozialer Brennpunkt
in die Schlagzeilen geriet, treffen ca. 2.000 Menschen zahlreicher Kulturen, Religionen und sozialer Schichten auf engstem Raum aufeinander,
wobei eine bunte Mischung unterschiedlicher Lebens-entwürfe und –vor-stellungen ihren Platz finden.

Über einen Zeitraum von mehreren Wochen im Frühsommer 2011 haben
sich die fünf Fotografen Norman Behrendt, Ole Jenssen, Carolin Meyer,
Tobias Morawski und Szilvia Sztankovits den Bewohnern des »Pallasseums« gewidmet und über das Angebot, ihnen professionelle Bilder zu eigenem Gebrauch als Gegenleistung zu bieten, hunderte von Porträts anfertigen können. Darauf sind Frauen, Männer und Kinder aus allen Altersklassen
und Kulturkreisen zu sehen, die im Gebäude leben und arbeiten. Es entstand eine einzigartige Sammlung von Porträts, welche annähernd die bunte
Vielfalt der dort lebenden Menschen verdeutlicht.

Eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der Ausstellung »Pallasseum Portraits« zu sehen. Sie zeigt einen charakteristischen Querschnitt der Menschen, welche diesen besonderen Ort in Berlin prägen. Im Unterschied zum alltäglichen Nebeneinander, bei dem Nationalität, Religiosität, äußeres Erscheinungsbild und politische Ausrichtungen weiterhin als wesentliche Bestimmungs- und Abgrenzungsmerkmale im Zusammenleben der Bewohner angewendet werden, stellen die Fotografien mit ihrer einheitlichen Ästhetik die Porträtierten auf ein und dieselbe Ebene. Durch diese Betrachtungsweise nivellieren
sich zunächst die vordergründigen Unterschiede und geben jeder/jedem Einzelnen die gleichberechtigte Aufmerksamkeit, die ihr/ihm zusteht.

Mit ihrem Projekt haben die Fotografen ein nahezu umfassendes Abbild
der aktuellen Bewohnerschaft des »Pallasseums« geschaffen und geben
so Einblick in die internen Strukturen des Wohnkomplexes. Es ist damit
die Dokumentation der modellhaften Durchmischung von Wohnquartieren,
eines sozialen Experiments, welches trotz seiner potentiell proble-
matischen Implikationen aufgrund des Engagements seiner Bewohner
mehr oder minder zu funktionieren scheint. Das »Pallasseum« ist somit ein
Ort des Nebeneinanders, welches zwar nicht immer reibungslos verläuft,
bei dem sich jedoch zeigt, dass sich die beteiligten Kulturen miteinander arrangieren können. Das Projekt selbst hat mit seinem kommunikativen
Ansatz zu diesem Miteinander beigetragen und Berührungsängste der Bewohner – sowohl untereinander als auch mit dem Medium der
Fotografie – abgebaut.

(Text / Daniel Klemm)

 

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Ausstellung

 

Die Ausstellung »PallasseumPortraits« geht in eine neue Runde

5.—28.04.

RATHAUS SCHÖNEBERG

 

Vernissage: 05.04.2012 / 11 Uhr

Begrüßung durch:
Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin Schöneberg)
Herr Fritsch (Pallasseum Wohnbauten KG)

Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz 1
10825 Berlin

 

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Hinter den Kulissen

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KontAkT

Pallasseum Porträts ist ein freies und nicht-kommerzielles Kunstprojekt von
fünf Design- und Fotografie Studenten der Fachhochschule Potsdam.
2010 aus dem Kurs von Wiebke Loeper, Professorin für Fotografie an der Fachhochschule Potsdam, entstanden, entwickelte es sich zu einem
eigenen und unabhängigem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Quartiers-
management Schöneberg und dem Café Klatsch.

Weitere Informationen geben wir gerne:
info(at)pallasseumportraits.de

 

 

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»Pallasseum Portraits« wird mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt
über das Quartiersmangement Schöneberger Norden gefördert und erhält Unterstützung von der Pallasseum Wohnbauten KG.

 

Gefördert durch:

Logoleiste

 

Gesponsert durch:

probis